Rumpf:
Tragfläche:
Leitwerk:
Fahrwerk:
Erstflug:
Zulassung:
Indienststellung:
Sonstiges:
| Flugzeugname | DC-2 | DC-3 | DC-3C | DC-3C | Super DC-3 |
| Spannweite | 25.90m | 28.96m | 28.96m | 28.96m | 27.43m |
| Länge | 18.90m | 19.63m | 19.63m | 19.63m | 20.75m |
| Höhe | 5.00m | 5.16m | 5.16m | 5.16m | |
| Kabinenlänge | 8.03m | 9.14m | |||
| Max. Kabinenbreite | 2.34m | ||||
| Max. Kabinenhöhe | 2.00m | ||||
| Flügelfläche | 91.62m2 | 91.62m2 | 91.62m2 | 90.02m2 | |
| Geom. Flügelstreckung | 9.15 | 9.15 | 9.15 | 8.36 | |
| Flächenbelastung | 125kg/m2 | 133kg/m2 | 133kg/m2 | ||
| Max. Tankkapazität | 3800l | 1550l | 1550l | ||
| Max. Startgewicht | 11431kg | 12701kg | 12701kg | ||
| Einsatz-Leergewicht | 5534kg | 8029kg | 8029kg | 8029kg | |
| Max. Treibstoffgewicht | 3046kg | 1241kg | 1241kg | ||
| Max. Nutzlast | 2676kg | 2994kg | 3606kg | 3606kg | |
| Max. Zuladung | 3395kg | ||||
| Höchstgeschwindigkeit | 330km/h | 382km/h | 432km/h | ||
| Max. Reisegeschwindigkeit | 346km/h | ||||
| Wirtschaftlichste Reisegeschwindigkeit | 315km/h (12500) | 315km/h (5000ft) | |||
| Landegeschwindigkeit | 98km/h | 126km/h | |||
| Landerollstrecke | 1402m | ||||
| Max. Steigleistung | 5.6m/s | 5.6m/s | |||
| Max. Flughöhe | 6675m | ||||
| Max. Reichweite | 2408km | 556km (3.6t) | 556km (3.6t) | ||
| Max. Reichweite | 556km (3.0t) | ||||
| Max. Passagiere | 32 | 30 | |||
| Max. Passagiere | 14 (4/R., 97cm) | 38 | |||
| Frachtvolumen (Hauptdeck) | 36.80m3 | 36.80m3 | |||
| Frachtvolumen (Bulk) | 3.48m3 | ||||
| Besatzung | 3 | 3 | 3 | ||
| Triebwerke | Wright Cyclone SGR1820F3 | PW R-1830-92 Twin Wasp | PW R-1830-92 Twin Wasp | PW R-1830-92 Twin Wasp | Wright R-1820-C9HE |
| Triebwerke | Wright Cyclone R-1820-G2 | Wright Cyclone R-1820-G2 | Wright Cyclone R-1820-G2 | ||
| Triebwerksanzahl | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Leistung | 700PS | 1217PS | 1450PS | ||
| Leistung | 1475PS | ||||
| Propeller | constant spin, Segelstellung | constant spin, Segelstellung | constant spin, Segelstellung | ||
| Propellerblätter | 3 | 3 | 3 | ||
| Propellerdurchmesser | 3.50m | 3.50m | 3.50m |
Seit Jahren bemühen sich viele Flugzeugkonstrukteure und Direktoren vieler Luftfahrtgesellschaften um einen Ersatz für die DC-3. Doch wie soll man ein 35 Jahre altes Flugzeug ersetzen, das 1970 noch bei über 200 großen und kleinen Luftfahrtgesellschaften in aller Welt jede ihm gestellte Aufgabe erfüllte? Noch Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der im zivilen Einsatz stehenden DC-3-Maschinen größer als die aller übrigen Verkehrsflugzeugtypen zusammen. Aus einem im Dezember 1969 veröffentlichten ausführlichen "Internationalen Luftfahrtüberblick" war zu entnehmen, daß zu dieser Zeit noch fast 900 DC-3 im Linieneinsatz standen. Die DC-3 entstand 1935 als Weiterentwicklung der DC-2 mit Schlafkojen. Der Erstflug fand am 17. Dezember statt. Es stellte sich heraus, daß die Ausführung für Tagespassagiere das meiste Interesse fand. Diese Version wurde deshalb bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in großer Serie hergestellt. Der Krieg brachte eine gewaltige Steigerung der Produktionszahlen dieses Flugzeuges: 10928 waren es in den Vereinigten Staaten, etwa 2000 Lisunov Li-2 als Lizenzbau der Sowjetunion und weitere 450 in Japan unter der Bezeichnung L2D2. Nach dem Zweiten Weltkrieg überfluteten Tausende überzählige C-47 und andere militärische Varianten den zivilen Markt und fanden bei Luftfahrtgesellschaften in aller Welt für Passagier- und Frachttransport und sonstige Aufgaben reißenden Absatz. Ein oder zwei Jahre später kam die DC-3 in den Ruf, besonders unfallgefährdet zu sein, obwohl bei der riesigen Zahl der eingesetzten Maschinen kaum mit einem fehlerfreien Betrieb gerechnet werden konnte. Einige dieser Unfälle wurden zweifellos durch Überladung verursacht. Die Tragfähigkeit der DC-3 wurde mit 28 bis 32 Passagieren angegeben. Aus Ländern des Mittleren Ostens und Afrikas wurden jedoch haarsträubende Fälle bekannt, nach denen in manche Maschine mehr als die doppelte Anzahl "gepfercht" wurden. Ursache der meisten Abstürze war vermutlich das grenzenloses Vertrauen einfacher Menschen in die Tragfähigkeit der DC-3. Trotzdem verliefen fast alle diese Flüge ohne Zwischenfälle. Diese Zeit und der erfolgreiche Einsatz bei der Berliner Luftbrücke verdrängten allmählich den schlechten Ruf, eine Todesfalle zu sein. Es ist unmöglich, hier die offiziellen und inoffiziellen Änderungen aufzuzählen, die in den vergangenen 25 Jahren an der DC-3 durchgeführt wurden. Sie betrafen im allgemeinen nur den Einbau verschiedener Triebwerkstypen, einschließlich Propellerturbinen, wechselnde Form der Kabinenfenster und die Anordnung der Sitze und Einrichtung. Die meisten der jetzt (1973) noch eingesetzten Maschinen sind vom Typ DC-3C, einer strukturell verstärkten Version der C-47 Skytrain oder Dakota aus den Kriegsjahren. Außerdem sind noch immer bei den Luftwaffen von über 70 Ländern - auch in den USA - mehrere tausend Militärmaschinen eingesetzt.
Noch heute sind bei der schweizer Luftfahrtgesellschaft "Classic Air" zwei DC-3 aus dem Jahr 1942 oder früher mit vergrößerten Panoramafenstern und modernisiertem Cockpit im Einsatz. Sie tragen die Bezeichnungen HB-ISB und HB-ISC und führen regelmäßig Sonderflüge zwischen Zürich und der schottischen Stadt Southend durch.
Die militärischen Versionen führten die Bezeichnung C-47 "Skytrain" (Frachttransporter mit verstärktem Kabinenboden), C-53 "Skytrooper" (Truppentransporter vor allem zum Absetzen von Fallschirmjägern) und R-4 D (Transporter für die USA-Marine).
Nach dem zweiten Weltkrieg führten Modernisierungsversuche zur Turbo- DC-3. Die USA-Firma Convoy baute zwei PTL-Triebwerke mit je 1600PS (1175kW) ein. Damit erreichte die Maschine 400km/h Höchst- und 330 km/h Dauergeschwindigkeit, eine Gipfelhöhe von 7600m und eine Reichweite von 3300km.
Noch heute (1975) wird die DC-3 in zahlreichen Ländern als Transporter benutzt.
Die Wiege der DC-3 steht in Kalifornien unweit von Los Angeles. Dort wurde sie ab 1935 bei Douglas gebaut. Schon kurz nach ihrem Erstflug im Dezember 1935 wurde sie zum verbreitetsten Verkehrsflugzeug der USA und später auch weltweit.
Unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg bestritt allein die DC-3 Flotte den größten Teil des gesamten Flugverkehrs in den USA. Es gab kaum eine Fluggesellschaft, die sich nicht einer DC-3 bediente.
Bis Kriegsende waren nicht weniger als 12900 Einheiten gebaut worden. Ein Rekord, der von keinem anderen Verkehrsflugzeug erreicht wurde. Bis heute ist das Flugzeug insbesondere in Südamerika noch täglich im Liniendienst im Einsatz.
Die DC-3, gebaut in Ganzmetall, besitzt eine maximale Abflugmasse von 11890kg, eine maximale Nutzlast von 3000kg bei einer Treibstoffkapazität von 3000l.
Angetrieben wird der Tiefdecker, der in seiner militärischen Version als C-47 unter dem Namen "Dacota" bekannt wurde und in Deutschland durch die Flüge der Alliierten in der Luftbrücke nach Berlin Berühmtheit erlangt, von zwei Pratt & Whitney R1830-90-Doppelsternmotoren mit je 14 Zylindern. Jeder Motor leistet 882 kW (1200PS). Damit erreicht die DC-3 eine Höchstgeschwindigkeit von 346 km/h und eine Reiseleistung von 300km/h. Ihre Dienstgipfelhöhe liegt bei 6680m, ihre maximale Reichweite (voll beladen) beträgt 800km.
Die Nostalgiemaschine der Classic Air mit der Kennung HB-ISB und der Seriennummer 4666 wird bei ihren Flügen ab Friedrichshafen von einer Zweier-Cockpitcrew geflogen. Eine Flugbegleiterin betreut die 28 Passagiere an Bord.
Die in Zürich-Kloten beheimatete Classic Air, gegründet am 17. Dezember 1985 - präzise 50 Jahre nach dem Erstflug der DC-3 -, hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur Flüge mit diesem beachtlichen Flugzeug anzubieten, sondern auch an seinem Erhalt mitzuwirken,um möglichst vielen Menschen den Genuß des Fliegens in einer DC-3 näherzubringen.
Die Classic Air operiert mit zwei DC-3; eine stammt aus Kanada, die andere aus Großbritannien. Die nostalgische Maschine, die auf der AERO '93 zu Rundflügen startet, wurde im Jahr 1942 gebaut. Zuerst flog sie in den USA als Militärtransporter in de Version C-47D. Im Krieg setzte die USA das Flugzeug in Nordafrika ein, ehe es Ende 1945 nach Kanada verkauft wurde.
Dort wechselte es noch sechsmal seinen Besitzer, bevor es im Oktober 1985 endgültig in den Besitz der schweizerischen Classic Air überging, wo es liebevoll und sehr gründlich restauriert wurde. Nach abschließenden Meßflügen zur Erlangung des erforderlichen Lärmzertifikats konnte die schweizerische DC-3 am 10. Mai 1986 zu ihrem ersten kommerziellen Nostalgieflug starten.